Beschreibung
Japanischer Ingwer (Myoga) (Pflanze)Eine Spezialität: Die eingelegten BlütenknospenNach jahrelanger Suche in verschiedensten Kräutergärtnereien sind wir endlich fündig geworden. Im Jahre 1997 hatten wir uns direkt von einer traditionellen japanischen Kräutergärtnerei diese einmalige Spezialität schicken lassen (an dieser Stelle vielen Dank an die japanische Dolmetscherin!).Im japanischen Hochland und auch in den gemäßigten Zonen Chinas verbreitet ist diese vergleichsweise anspruchslose Art, die sogar geringere Fröste unbeschadet übersteht, und auch im Sommer bei unseren Temperaturen gedeiht. Der wüchsigste Ingwer, überhaupt das einfachste Ingwergewächs, das ich kenne! In Japan gehört Myoga zu den wichtigsten Frischkräutern, die ähnlich vielfältig Verwendung finden (klein gehackt zum Schluss zugeben) wie hierzulande Petersilie und Schnittlauch. Der Geschmack ist milder und hat eine Spur wie Orangenschalenaroma. Gegessen werden 1) die dicht an der Erdoberfläche schon im ersten Jahr wachsenden Blütenknospen und 2) die noch zarten, hellen Rhizomenden, die gut nachwachsen. In Japan wird auch gerne ein Stück frischer Myoga nach einem besonders harten Arbeitstag gegessen; – es soll die Lebensgeister wieder wecken und leicht aphrodisierend wirken! Haupternte: Spätsommer bis Herbst.Zieht im Spätherbst ein, und kann dann bis zum Februar/März kühl überwintert werden; wenig gießen in dieser Zeit. In den letzten Jahren haben uns immer wieder Kunden aus Deutschland mitgeteilt, dass die Pflanzen den Winter im Freien unbeschadet überlebt haben, also winterfest sind. Falls Sie die Blütenernte verpasst haben sollten: die jungen, ca. 20cm langen Sprosse heißen in Japan „Myoga Take“ was soviel heißt wie Myoga-Bambus, und werden ähnlich wie die Blütenknopsen genutzt – der Geschmack ist vergleichbar.Vor einigen Jahren haben wir Myoga-Ingwer einmal selbst angebaut. Ich war echt überrascht wie schnell der Myoga sich entwickelt hat: Im April gepflanzt, und Ende Oktober schon die erste Ernte! Myoga sind die fleischigen Blütenknospen, die kurioserweise direkt an der Erdoberfläche wachsen – mal mehr darunter, mal mehr darüber. Am besten sind sie, wenn sie noch nicht aufgeblüht sind (..schmecken aber auch dann noch gut). In Japan werden sie entweder roh, ganz fein in Streifen geschnitten über Salate oder Tofu gestreut, das gibt ein herrlich frisches, leicht scharfes Ingweraroma, aber auch süß-sauer eingelegt, oder als delikates Gemüse kurz gedünstet, gegrillt – ein ganz leckeres, zartes Knospengemüse.Kommentar von Daniel Rühlemann, 21.03.2025Heute haben wir einen Ingwer Shot aus den überwinterten Rhizomen des Japanischen Ingwers gemacht. Sehr aromatischer, frisch-fruchtiger Geschmack! Typische Myoga-Note. Wir werden das Rezept im nächsten Katalog rausbringen. Derweil können Sie natürlich selber experimentieren und Ihren eigenen Ingwer Shot kreieren.Synonyme / Suchworte:Myoga-IngwerÜberwinterung:FrosthartProdukteigenschaftenHaltbarkeit:frostfest, ausdauerndHöhe / Platzbedarf:100/20Wasser:Licht:
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